Messerückblick zur Metallsoftware SÜD 2019

Zeit umzudenken

Reden und Machen sind oft zwei paar Stiefel. Damit der Zug in Richtung Digitalisierung nicht an ihnen vorbeifährt, informierten sich wieder über 100 Metallbauer bei der diesjährigen Metallsoftware Süd 2019 in Veitshöchheim. Besucher und Aussteller waren begeistert vom familiären Messecharakter und dem informativen Angebot – doch es wurde auch klar: die Anstrengungen müssen ausgeweitet werden.

„Jetzt erzähl ich euch, wo der ganze Zauber und das Funkeln ist – und das ist eigentlich gar nicht so besonders“, verriet Ingo Lederer, Geschäftsführer von Stegerer Metallbau in seinem Impulsvortrag zur Digitalisierung mit einem Augenzwinkern. Dass er als Technik-Nerd damit vielleicht nicht ganz den Status Quo der Branche wiederspiegelt, wurde im Anschluss bei der Frage deutlich, wer unter den Zuhörern schon einmal mit Building Information Modeling (BIM) gearbeitet hätte. Daraufhin hob sich keine einzige Hand.

Auch wenn wir als Organisatoren nicht den mahnenden Zeigefinger erheben wollen, so ist doch klar, dass die Zeit drängt. In vielen Betrieben wird noch zu wenig getan, um die eigenen Prozesse umzustellen und sich digital zu vernetzen. Aus Perspektive von Lederer wird in fünf bis zehn Jahren kein Blatt Papier mehr in einer guten Werkstatt zu finden sein – doch wer legt dafür heute schon die nötigen Strukturen?

Umdenken

„Man muss a bissl umdenken“, fasste es einer der Besucher treffend zusammen. Das braucht Zeit, Muße und finanzielle Investitionsbereitschaft. Doch nur so können Prozesse verändert werden. Schon jetzt ist klar: wer diese Hausaufgabe nicht erledigt, wird in wenigen Jahren hinterherlaufen.

Rechenschieber oder Zeichenbrett gehören also der Vergangenheit an, wenn Software-Lösungen intelligent in Unternehmensstruktur eingebunden werden. Die Potenziale die sich dann ergeben, zeigten die 25 Aussteller der Metallsoftware Süd. Ob im Konstruktionsbereich, wo sich mit der passenden Software-Lösung und wenigen Aufmaßen in kurzer Zeit fertige Produkte entwickeln lassen, oder in der Planung, Verwaltung, Abrechnung und Kommunikation.

Wiedersehen

Für alle Interessierten haben wir in jedem Fall wieder eine sehr gute Nachricht: 2020 geht die Metallsoftware Süd in die nächste Runde. Seien Sie also dabei, wenn es wieder um die Zukunft der Branche geht. Dazu können Sie sich schon heute bei der Redaktion von metall-markt.net informieren.

Und falls Sie sich irgendwann mal fragen, weshalb die Redaktion ab sofort Gartenzwerge beheimatet, sollten Sie einfach an unseren Workshops auf der Metallsoftware Süd teilnehmen. Das öffnet die Augen.

 

von Jona van Laak

 

Themenheft EDV